Avatar
Der Begriff leitet sich aus dem Sanskrit und dem Hinduismus ab und bedeutet dort die Inkarnation eines Gottes in der realen Welt, des „Abstiegs“ in die irdische Sphäre. Erfinder und „geistiger Vater“ des Begriffs im heutigen Sprachgebrauch ist der Science Fiction Autor Neal Stephenson, der ihn in seinem Buch „Snowcrash“ einführte.
Im Internet sind Avatare virtuelle Personen, die durch eine menschenähnliche Figur dargestellt werden und so vor allem als grafische Stellvertreter echter Personen dienen. Avatare kommen als mehrdimensionale und bewegbare Figuren in virtuellen Welten vor (wie z.B. in Second Life), als Grafik, die einen Nutzer, z.B. in Foren repräsentiert oder als animierte Fantasiefigur auf Webseiten. Animierte Avatare können sowohl von realen Personen gesteuert, als auch an eine Art künstliche Intelligenz angeschlossen sein, um selbstständig agieren zu können, z.B. als Figur auf einer Webseite, mit der gechattet werden kann.
Im Marketing können Avatare eine wichtige Rolle für die Entstehung und Symbolisierung von Markenpersönlichkeiten sein, bei der menschliche Eigenschaften und Verhalten auf Marken übertragen werden. Weiterhin können Avatare Serviceaufgaben wie Beratung übernehmen und so einen echten Beitrag zu Kommunikationskampagnen leisten.
Ein Beispiel für einen Avatar mit Serviceaufgaben ist Clara, die virtuelle Beraterin zur Gesundheitsreform des Bundesministeriums für Gesundheit (www.die-gesundheitsreform.de).
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